Gemeinde Grabenstetten

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Falkensteiner Höhle

Info

Die Falkensteiner Höhle ist mit ca. 5 km eine der längsten Höhlen der Schwäbischen Alb. Ausgangspunkt für den Besuch dieser Höhle ist der Parkplatz mit Notruftelefon an einer scharfen Kurve der Landesstraße L211 zwischen Grabenstetten und Bad Urach. Von dort sind es noch ca. 300 m Fußweg an der Elsach entlang, die aus der Falkensteiner Höhle entspringt, bis man das imposante Höhlenportal erreicht. Allein der Eingang ist einen Besuch wert. Da die Falkensteiner Höhle eine aktive wasserführende Höhle ist, erfordert eine Befahrung spezielle Ausrüstung. Der Wasserstand in der Höhle kann sehr rasch auf Grund der Wetterlage (Schneeschmelze, starker Regen) ansteigen. Daher ist es unbedingt erforderlich, vor der Befahrung die Wettersituation zu berücksichtigen. 

 

Ein Kartenausschnitt von der Gemarkung Grabenstetten und die dazugehörige Zeichenerklärung finden Sie hier.

Falkensteiner Höhle
Falkensteiner Höhle
Falkensteiner Höhle
Falkensteiner Höhle

Polizeiverordnung zur Gefahrenabwehr in der Falkensteiner Höhle

Am 27.03.2018 wurde die Polizeiverordnung zur Gefahrenabwehr in der Falkensteiner Höhle erlassen. Sie tritt nach Bekanntmachung am 06.04.2018 in Kraft.

Danach ist das Begehen und das Tauchen in der Falkensteiner Höhle ab der ersten Verengung ca. 20 Meter gemessen vom Höhleneingang verboten.

Die Ortspolizeibehörde kann auf Antrag von dem Verbot zulassen, wenn das Bestehen einer geeigneten Versicherung im Fall einer erforderlichen Bergung und Rettung nachgewiesen wird sowie eine Erklärung zur Übernahme der Einsatzkosten im Rettungs- oder Bergungsfall abgeben wird.

Gewerbliche Nutzer haben für die in ihrer Obhut stehenden Personen mit Antragstellung jeweils eine geeignete Versicherung im Bergungsfall und Rettung nachzuweisen und die Übernahme entstehender Bergungs- und Rettungskosten zu erklären.

Formulare zur Beantragung einer Ausnahmegenehmigung und den Text der Polizeiverordnung finden Sie hier:

Polizeiverordnung

Antrag Privatpersonen

Antrag Gewerbetreibende

Geschichte und Erforschung

Das Höhlenportal war schon von alters her bekannt. Da man sich lange nicht in diesen dunklen Schlund wagte, ranken sich aus früherer Zeit Legenden und Geschichten um diese Höhle. Im 18.Jahrhundert wurde vermutet, dass Gold in dieser Höhle zu finden wäre, und es setzte ein wahrer Goldrausch ein. Vor dem ersten Siphon (= Wasser berührt die Höhlendecke), 400 m vom Eingang entfernt, wurde ca. 100 Jahre lang immer wieder nach Gold geschürft. In den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts begann die aktive Erforschung dieser Höhle. Bis 1977 war beim Eisele-Versturz, 2.750 m vom Eingang entfernt, das befahrbare Ende der Höhle. Nach Bewältigung dieses Versturzes konnten die Forscher weitere 750 m in die Höhle bis zum fünften Siphon vorstoßen. Bis hierher kann die von einem Bach durchflossene Höhle meist aufrecht begangen werden. Danach folgen weitere Siphone, die wenigen erfahrenen Höhlentauchern vorbehalten bleiben. Ausführliche Informationen erhalten Sie bei der ARGE Höhle und Karst Grabenstetten e.V., die an den Wochenenden in den Sommermonaten am Rastplatz bei der Falkensteiner Höhle Informationstage veranstaltet. 

Text: ARGE Höhle und Karst Grabenstetten e.V., Christoph Gruner