Gemeinde Grabenstetten

Seitenbereiche

Volltextsuche

Feuchtgebiet im Gsait

Info

Das Feuchtbiotop „Gsait" verdanken wir einem ehemaligen Vulkanschlot. Die wasserundurchdringliche Schicht des Basalts verhindert ein Versickern des Wassers. Auch im regenarmen und heißen Sommer 2003 fielen die größeren Teiche nicht trocken. In der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts wurde das Gebiet landwirtschaftlich erschlossen durch das Verlegen von Drainagen. Diese verrichten auch heute noch mehr oder weniger ihre Dienste. In den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde damit begonnen, im Gewann Gsait" einen Teich auszuheben. Zum Jahrtausendwechsel wurden weitere kleine Teiche hinzugefügt. Im Zuge der Flurbereinigung 2004 erweiterte man das Schutzgebiet auf eine Fläche von ca. 1,5 ha. 

 

Infotafel zum Feuchtgebiet „Gsait"
Infotafel zum Feuchtgebiet „Gsait"
Großer Teich
Großer Teich

Flora und Fauna

Die Größe der Amphibienpopulationen nimmt seit Jahren zu. So konnten im Frühjahr 2004 ca. 30-40 Grasfroschpaare und etwa ein Dutzend Erdkrötenpaare beim Laichen gezählt werden. Die Population des Bergmolches liegt im drei-stelligen Bereich. Zahlreiche Libellenarten wie Plattbauch, Blaugrüne Mosaikjungfer, Azurjungfer bis hin zur Weidenjungfer, die ihre Eier in den Ästen von Erlen und Weiden ablegen, sind anzutreffen. Stockenten und Graureiher sind ebenso regelmäßig zu Gast wie Wildsauen, die sich am Teichrand suhlen.

Kleiner Teich
Kleiner Teich
blaue Libelle - Foto: Carmen Rausche
blaue Libelle - Foto: Carmen Rausche

Ziele

Durch kleinere bauliche Maßnahmen soll erreicht werden, dass die angrenzende Landwirtschaft sich nicht negativ auf die Schutzfläche auswirkt. Mit Nährstoffen belastetes Oberflächenwasser soll nicht in die Schutzfläche gelangen, was sonst zur Eutrophierung der Gewässer führen würde. Aktuelle Wasserproben, geprüft durch das Betriebs- und Forschungslabor der Landeswasserversorgung, zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Eine regelmäßige Pflege durch Mahd und Baumschnitt auf jährlich wechselnden Flächen soll die Artenvielfalt begünstigen und eine Verlandung der Gewässer verhindern.

Text: Rolf Mößmer